Self Care . Elementartraining

Self Support & Care

Um uns wohl zu fühlen, uns entfalten zu können und ein zufriedenes und erfolgreiches Leben zu führen, benötigen wir von uns selbst Unterstützung, Fürsorge und Pflege.

In Krisenzeiten und in Konfliktsituationen bedarf es dies umso mehr.

Selbstliebe als Haltung

Gehen wir mit selbstbezogener Freundlichkeit und unterstützender Haltung an Herausforderungen ran, können wir uns im jeweiligen Prozess und in unserer positiven Selbstwahrnehmung stärken.

Wir fühlen uns stark und wir können gestärkt mit Krisen umgehen. 

Sind wir jedoch überkritisch und unnachgiebig zu uns, beschimpfen wir uns und hadern wir mit uns und unseren Entscheidungen, erleben wir einen erschwerten Bewältigungsprozess unseres Lebens.

Wir fühlen uns schwach und überfordert.

Uns selbst fürsorgend und fördernd zu verhalten, ist also elementar für unsere Resilienz, unsere Motivation und unsere innere Stabilität.

Doch wie gelingt Self Care?

Diese 8 Bausteine der Selbstfürsorge unterstützen uns dabei, indem wir sie bewusst in unseren Alltag aufnehmen:

  1. Körperliche Selbstfürsorge: Indem wir ausreichend Schlafen und Pausen in unserem Alltag einlegen, uns regelmäßig Bewegen, Spazieren gehen und gesunde Nahrung zu uns nehmen.
  2. Emotionale Selbstfürsorge: Indem wir emotional stetig wachsen und uns stärken, neugierig bleiben, aktives Stressmanagement betreiben, Freundlichkeit zelebrieren, Mitgefühl zeigen und auch Vergeben können.
  3. Soziale Selbstfürsorge: Indem wir Beziehungen und unterstützende Netzwerke pflegen, mit anderen kommunizieren und Zeit verbringen, nach Hilfe fragen und uns positiven Input aufnehmen.
  4. Berufliche Selbstfürsorge: Indem wir auf ein gutes Selbst- und Zeitmanagement achten, unsere beruflichen Grenzen wahren, unseren Arbeitsplatz positiv gestalten, uns weiterbilden, stetig Neues lernen und Pausen machen.
  5. Persönliche Selbstfürsorge: indem wir uns erfüllenden und Freude bringenden Hobbies nachgehen, uns selbst besser kennen lernen, unsere Persönlichkeit entdecken und unser wahres Selbst anerkennen.
  6. Spirituelle Selbstfürsorge: Indem wir auch Zeit alleine verbringen, in den Kontakt mit der Natur gehen, unsere Gedanken festhalten und im Hier und jetzt achtsam sind.
  7. Räumliche Selbstfürsorge: indem wir auf unsere Sicherheit achten, uns eine möglichst gesunde Lebensumgebung schaffen, für Geborgenheit und Stabilität sorgen und unseren Lebensraum gestalten und organisieren.
  8. Finanzielle Selbstfürsorge: Indem wir versuchen Geld zurückzulegen, einen Haushalts- und Finanzplan aufstellen, unser Geld verwalten, unser Ausgaben bewusst machen und unsere Rechnung bezahlen.

Diese Aspekte bauen aufeinander auf, bedingen und befeuern sich gegenseitig. Je mehr wir in unseren Alltag implementieren können, umso besser gelingt uns ein achtsamer und fürsorgender Umgang mit uns selbst.

Wenn wir zusätzlich zu unserer Selbstfürsorge unsere Selbstunterstützung kultivieren, entfalten wir unsere gesamte Energie und Erschaffen uns neue Möglichkeiten.

Self Care + Self Support

Selbstunterstützung beschreibt die Fähigkeit, unsere inneren Impulse zu akzeptieren und sowohl fürsorglich, kritisch, lebendig als auch frei und aufgeschlossen uns selbst gegenüber zu sein.

Eine stimmige Selbstunterstützung erkennen wir daran, dass wir unsere Emotionen deutlich spüren und darüber kommunizieren können. Dass wir Situationen akzeptieren und in Auseinandersetzungen mit anderen gehen können. Wir haben einen positiven Selbstwert, einen ausgeglichene innere Haltung und betreiben kontinuierliche Selbstfürsorge.

Unser Gehirn erlebt positive Emotionen, gesteuert durch das Dopamin, in Glücksmomenten, die durch Erfolg und Belohnung ausgelöst werden. Diese Gefühle des Glücks und des Erfolgs lassen jedoch schnell wieder nach. Wesentlich konstanter bleibt das Glücksgefühl, welches auf empfangener Liebe und Freundlichkeit basiert. Diese aktivieren positive Emotionen, indem sie beruhigend und zustimmend auf das eigene Befinden Einfluss nehmen. 

Die effektive Selbstunterstützung stützt sich auf die Annahme, dass wir auf eine freundliche und liebevolle Absprache mit positiven Emotionen reagieren.

Zuwendung ist essentiell. Von Anderen oder von uns selbst. 

Freundlichkeit und Nachsicht nimmt Einfluss auf unseren Selbstwert und Selbstrespekt, unsere Selbstwirksamkeit, unseren Charakter und auf unsere subjektive Zufriedenheit. Basis für die effektive Selbstunterstützung ist daher die Mentalität der Freundlichkeit, des Mitgefühls, der Freude für Andere und der Gelassenheit. 

Selbstunterstützung ist auch, wenn nötig Fremdunterstützung annehmen zu können. 

Diese Haltung stellt die ethische Ordnung dar, nach der jedes Lebewesen von jedem Lebewesen und sich selbst behandelt werden soll. Daraus folgt die Idee der effektiven Selbstunterstützung, mit der wir uns zu einer wohlwollenden, annehmenden, anteilnehmenden und effektiven Haltung uns selbst gegenüber aktivieren. 

Die effektive Selbstunterstützung besteht aus diesen 3 Faktoren:

1. Selbstbezogene Freundlichkeit: Haben wir selber Schwierigkeiten oder befinden uns in einer herausfordernden Situation, neigen wir dazu, uns selbst kritisch und abwertend gegenüberzustehen. Dies führt zu einem erschwerten Bewältigungsprozess für die Situation oder das Problem, wodurch wir uns wiederum in unserem negativen Gefühl uns selbst gegenüber bestärkt fühlen. Gehen wir stattdessen mit selbstbezogener Freundlichkeit an die Situation und uns als Involvierte heran, dient dies der effektiven Selbstunterstützung. Indem wir uns selbst gegenüber eine positive emotionale Haltung einnehmen, schützen wir uns vor toxischen negativen Konsequenzen von Selbstverurteilung, Isolation und ungünstigen Reflexionen. Durch die wohlwollende, aufmerksame und entgegenkommende Haltung uns selbst gegenüber können wir uns selbst stärken im jeweiligen Prozess und in unserer positiven Selbstwahrnehmung. 

2. Verbindende Humanität: Fehler dienen der Erfahrung des menschlichen Lebens und seiner Entwicklung, wobei nicht nur wir Selbst und eigene Krisen und Verfehlungen mit Rücksicht und Anteilnahme bedacht werden, sondern auch Andere und die Nöte anderer. Nehmen wir eine nicht urteilende und verständnisvolle Haltung den eigenen sowie den Fehlern Anderer gegenüber ein, begleiten wir die Auffassung, dass jedem Lebewesen Unterstützung, Förderung, Verständnis und Mitgefühl zusteht sowie der Erkenntnis der eigenen Verbundenheit und Gleichheit mit Anderen. 

3. Achtsamkeit: Nehmen wir eine Meta-Perspektive innerhalb einer Situation ein, gewinnen wir eine Distanz zu kontroversen Emotionen. So können wir uns in herausfordernden Situationen als achtsamer und bewertungsfreier Beobachter unterstützend zur Seite stehen und Reserven entdecken und nutzen. Indem wir Energie und Vertrauen über die Meta-Ebene erlangen, können wir uns eigene Fehler verzeihen, uns in Geduld und Gelassenheit üben, die Situatin optimierende Handlungen eruieren und uns vor allem ganzheitlich mit unseren Schwächen und Stärken erkennen, tolerieren und akzeptieren. 

Selbstunterstützung im Business? Bringt das was?

Selbstunterstützung ist kein esoterischer Quatsch, sondern Mindset und Empowerment. 

In Business-Coachings beispielsweise findet die effektive Selbstreflexion Anwendung als Emotionsregulationsstrategie. Vor allem bei intensiven Gefühlen wie Wut, Scham, Schuld, Trauer, unbedingtem Perfektionismus und harscher Selbstkritik. Angewendet als Interventionsmaßnahme kann sie innerhalb von aktuellen Situationen Muster durchbrechen oder als vorausschauende Strategie Belastungen in herausfordernden Situationen entgegenwirken. 

Die effektive Selbstunterstützung ist eine der elementaren emotionalen Kompetenzen.

Indem wir die Position eines wohlwollenden und freundlichen Beobachters einnehmen, entwickeln wir eine selbstbezogene Freundlichkeit und Achtsamkeit, also Fähigkeiten, die uns schwierigen Situationen unterstützen und tragen. Indem auf der Meta-Ebene in Perspektivwechsel eingegangen wird, können wir Situationen objektiver bewerten und interpretieren und uns emotional und kognitiv selber zur Seite stehen.

Lernen wir, unsere eigene Selbstwertprobleme zu erkennen, können wir unser Selbstwertgefühl steigern, bis wir uns selber unvoreingenommen und unbedingt wertschätzen und unterstützen.

Ziel der effektiven Selbstunterstützung ist es, dass wir mutig, entspannt, gelassen, selbstbewusst, freundlich, freudig und voller Zuversicht sind.

Dann können wir individuell, unabhängig, achtsam und erfolgreich leben. 

© by Verena Arps-Roelle & Sebastian Arps